Wenig geschlafen, mehr gegessen

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Gestern hatte ich wenig geschlafen und deswegen mehr gegessen. Wenn ich müde bin, habe ich mehr Hunger. Dass man nach zu wenig Schlaf mehr isst, ist auch belegt: In Experimenten nehmen gesunde Erwachsene im Schnitt rund 250 Kilokalorien am Tag mehr zu sich, überwiegend nach dem Abendessen und mit großen Unterschieden je nach Person und Geschlecht, während ihr Energieverbrauch allenfalls leicht steigt. Beim Hunger ist die Studienlage weniger klar, als es meine Erfahrung vermuten lässt: Über die Studien gemittelt steigt er, in Versuchen mit frei verfügbarem Essen sinkt er dagegen eher, und gegessen wird trotzdem mehr. Warum aber? Eine Studie mit zwölf jungen Männern brachte 2004 die Hormone Leptin und Ghrelin ins Spiel, doch spätere Meta-Analysen zeigen dazu kein einheitliches Bild. Mehr spricht für eine Erklärung im Gehirn: Nach zu kurzem Schlaf reagieren dort die Bereiche für Belohnung stärker auf Bilder von Essen, und auch die Bereiche für Selbstkontrolle reagieren darauf anders.

Quellen