Eine Harvard-Studie hat knapp 32.000 Männer von 1992 bis 2010 begleitet: Wer 21-mal oder öfter im Monat ejakulierte, bekam rund 20 Prozent seltener die Diagnose Prostatakrebs als Männer mit vier bis sieben Mal. Der Unterschied betraf vor allem die wenig aggressiven Tumoren, und die Häufigkeit haben die Männer selbst angegeben. Es ist eine Beobachtung, kein Beweis, denn wer oft ejakuliert, lebt auch sonst anders, in der Studie etwa mit mehr Bewegung, mehr Alkohol und mehr Kalorien. Über andere Krebsarten sagt die Studie nichts, sie hat nur Prostatakrebs untersucht. Für mich ist es trotzdem einer der angenehmeren Gründe, etwas für die Gesundheit zu tun.
Quellen
- Rider JR, Wilson KM, Sinnott JA, Kelly RS, Mucci LA, Giovannucci EL: Ejaculation Frequency and Risk of Prostate Cancer: Updated Results with an Additional Decade of Follow-up. European Urology 2016;70(6):974–982 (Volltext)